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Ladeinfrastruktur in Gewerbeimmobilien und Unternehmen: privat oder öffentlich?

Die rasante Entwicklung der Elektromobilität verändert nicht nur den Individualverkehr, sondern stellt auch neue Anforderungen an die Infrastruktur von Gewerbeimmobilien.
Author
ChargeX
Veröffentlicht
March 24, 2025

Die Verfügbarkeit von Ladepunkten spielt eine zunehmend zentrale Rolle, sowohl in privaten als auch in gewerblichen Gebäuden. Prognosen zeigen, dass die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen weiter stark ansteigen wird, was die Notwendigkeit einer umfassenden Ladeinfrastruktur unterstreicht.

Ein besonders wichtiger Anwendungsfall sind Firmen- und Bürogebäude sowie Gewerbeparks. Studien belegen, dass rund 80 % der Ladevorgänge privat stattfinden – viele davon tagsüber während der Arbeitszeit und über Nacht. Dies macht Gewerbeimmobilien zu einem idealen Ort für den Ausbau der Ladeinfrastruktur.

Um den Begriff der Ladeinfrastruktur im Kontext von Gewerbeimmobilien präzise zu definieren, ist es notwendig, zwischen öffentlicher und privater Ladeinfrastruktur zu unterscheiden, denn nur private Ladeinfrastruktur eignet sich für eine richtige Einbindung und Bewirtschaftung in Gewerbeimmobilien.

Private Ladeinfrastruktur im Kontext von Gewerbeimmobilien bezieht sich auf Ladeeinrichtungen, die ausschließlich für einen klar definierten und beschränkten Nutzerkreis zur Verfügung stehen. Im Gegensatz zu öffentlicher Ladeinfrastruktur, die für jedermann zugänglich ist, wird private Ladeinfrastruktur in Gewerbeimmobilien typischerweise von bestimmten Gruppen genutzt, wie z.B. Mitarbeitern, Mietern, Firmenflotten oder gelegentlich auch spezifischen Geschäftspartnern oder Besucher.

Merkmale privater Ladeinfrastruktur in Gewerbeimmobilien:

Zugangsbeschränkung: Der Zugang zur Ladeinfrastruktur ist auf autorisierte Personen oder Fahrzeuge beschränkt, oft mittels Zugangskarten, RFID-Chips oder firmeninternen Apps.

Standort: Die Ladepunkte befinden sich in Bereichen, die zu einem Unternehmen oder einer bestimmten Immobilie gehören, wie z.B. auf Firmenparkplätzen, in Tiefgaragen von Bürogebäuden oder in Parkhäusern von Gewerbeparks.

Nutzerkreis: Der Nutzerkreis besteht aus Mitarbeitern des Unternehmens, Flottenfahrzeugen, Besuchern mit Zugangserlaubnis oder Mietern der Immobilie. Es handelt sich um wiederkehrende Nutzer, die regelmäßig Zugang zu diesen Ladepunkten haben.

Abrechnung und Verwaltung: Das Laden kann entweder kostenfrei oder kostenpflichtig erfolgen. Wenn eine Abrechnung erfolgt, wird diese häufig intern über das Unternehmen oder den Immobilieneigentümer abgewickelt, und nicht über öffentliche Ladestromanbieter.

Integration in das Gebäudemanagement: Private Ladeinfrastruktur in Gewerbeimmobilien ist oft in das übergeordnete Energiemanagement des Gebäudes integriert, um Lastspitzen zu vermeiden und die Energieeffizienz zu maximieren.